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3. Die Bibliothek

Über der Kommode hängt ein Porträt von Heidenstams Urgroßvater, der aus Deutschland kam. Er hieß Peter Peters und wurde als Leibarzt des Königs Adolf Fredrik geadelt. Da er aus der Stadt Heide stammte erhielt er als Adeliger den Namen von Heidenstam.

Die Bibliothek war Heidenstams Wohnzimmer. Hier sammelte er seine Geschenke und hier versammelte man sich nach dem Essen. Man saß zusammen und sprach mit einander, bewunderte die Erinnerungen aus den verschiedenen Ländern, die Heidenstam besucht hatte, und die Geschenke, die er als Schriftsteller durch die Jahrzehnte bekommen hatte. Auf dem kleineren Tisch liegt beispielsweise eine Milles-Medaille; ein Geschenk vom Carl Milles zum 60. Geburtstag. Jedes Jahr wird ein(e) Preisträger(in) auf Övralid genannt und er (oder sie) bekommt eine Kopie dieser Medaille.

Auf dem Spieltisch liegt ein echter Karolinerdegen, ein Geschenk der Offiziere der Leibgrenadiere von Linköping zum 70. Geburtstag. In den Bücherregalen sind etwa 3000 Bände. Einige der roten Bände haben dem berühmten Schriftsteller August Strindberg gehört. Heidenstam kaufte sie einmal um Strindberg zu helfen, als dieser in Geldnot war. Heidenstam und Strindberg hatten einen guten Kontakt zu einander, als sie beide in der Schweiz zusammentrafen. Zusammen mit seiner ersten Frau, das Schloss Brunegg in Aargau.

Die Bücher sind nach ihrer Farbe geordnet. Heidenstam war ein außerordentlicher Ästhet und hat die Bücher mit den goldenen Rücken so geordnet, dass sie die Abendsonne reflektieren. Die blauen Bände stehen neben dem Fenster, das den Vätternsee zeigt, die roten Richtung „Großvaters Haus“, das, wie so oft in Schweden, eben rot ist.

Das Bärenfell ist ein Geschenk einer bekannten Textilkünstlerin, Selma Giöbel. (Es wird erzählt, dass Heidenstam seine dritte Frau, Greta Sjöberg, als sie nur 16 Jahre alt war, auf einem Bärenfell in ihrem Elternhaus verführt hatte. Ob die Textilkünstlerin dies wusste?)


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